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Von Menschen und Helden

Helden.
Wir brauchen Helden, überall, zu jeder Zeit.

Es waren Krieger.
Es sind Soldaten.
Es waren Heilige,

Es sind Superhelden.

Sie sind stark.
Sie sind mutig.
Sie sind schön.

Sie sind moralisch integer.

Wenn ein Held stirbt,
stirbt für uns ein Gott.
Wir sind untröstlich.
Wir wehklagen.
Wir schreien unseren Zorn dem Himmel entgegen.
Wir trauern.

Dann, nach einiger Zeit, heilen unseren Wunden.
Und der Held hat für immer einen Platz auf unserem Olymp.

Der Tod ist für einen Helden nicht schlimm.
Der heldenhafte, mutige, der Märtyrer Tod.
Im Gegenteil: Auf seinen heldenhaften Tod zielt sein ganzes Sein.

Doch was ist wenn Helden
Keinen Heldentod sterben.

Was wenn sie alt,
was wenn sie hässlich werden.
Widerwärtig.
Erbärmlich.
Ekelhaft.

Wenn sie uns mit ihrer Schwäche beschämen.
Was ist, wenn sie moralisch versagen.
Wenn sie
Morden.
Betrügen.
Missbrauchen.
Lügen?

Dann fallen sie tief.
So tief wie sie vorher hochflogen.

Dann können sie keine Gnade von uns erwarten.

Denn sie waren unsere Götter.
Unser Über-Ich.
Die IDEEale Ausgabe von uns selbst.

Sie waren die Bilder.
Wir sind nur die Schatten.

Sie fielen.
Sie verloren ihre Macht.

Und wir haben alles Recht sie zu verfolgen.
Sie zu plagen.

Und sie dann zu töten.

Denn das ist es, was man mit
Gefallenen Helden macht.

Warum?

Um die Bilder, die Idee, an den Tropf anzuschließen
Und am Leben zu erhalten. Koste es was es wolle.

Um unsere Schuld an ihrem Schicksal verdrängen zu können.

Helden.
Was ist schlimmer als ein toter Held?

Ein Held, der ist wie wir:

Menschlich.

31.1.12 14:06
 


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