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Psychologiestudentin, Philosophin, Schreiberin, Film- und Serienverrückte, Nachtschattengewächs, Frühaufsteher,  lebensbegierig, neugierig...

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"No Masks - No Make Up" Tag 28-31

Nun ist es soweit: Das Experiment ist beendet. Es war sehr komisch, mich heute Morgen zu schminken (musste ich einfach, war gespannt nach so langer Pause!), es hat irgendwie lange gedauert und  als ich mich im Spiegel anschaute, war ich mir ein bisschen fremd.. komisch, was Mascara und Kajal schon bewirken können! Dann hätte ich mir vorhin den ganzen Salat fast im ganzen Gesicht verteilt, als ich mir die Augen rieb.. das ging ja vorher! Na auf jeden Fall bin ich froh, dass das Experiment vorbei ist, denn jetzt kann ich mich wieder  frei entscheiden, und zwar jeden Tag!

An dieser Stelle möchte ich Euch allen für Euer Feedback danken, für Eure Unterstützung, Ermutigung und und anregenden Diskussionen. Ganz besonders möchte ich Mignon danken, die mir durch ihre Teilnahme am Experiment e sehr viel Rückendeckung gegeben  hat! Haben wir gut gemacht :-)!

Also, „No Masks, No Make Up“ hat mir sehr viel Spass gemacht und mir ebensoviel beigebracht, über mich und über die Gesellschaft, und darüber, was wichtig und eben nicht so wichtig ist.

Auf bald also, bis zu meinem nächsten Blogg… dann zu einem anderen Thema!

Eure Maenad

1.8.11 15:38


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"No Masks - No Make Up" Tag 21-28

28 Tage. Es gibt einen Film mit Sandra Bullock, der so heiß. Die Protagonistin, eben Sandra Bullock, hat unter Alkoholeinfluss einen Unfall,  bei dem sie in einen Garten brettert und einen großen Gartenzwerg umnietet, der, so ihr Therapeut, „leicht ein 4jähriges Kind hätte sein können“. Nun muss sie eben 28 Tage auf Entzug; baut sie da Mist, muss sie ins Gefängnis.

Ich habe mit der Protagonistin nichts gemeinsam. Und trotzdem dachte ich gerade über Süchte nach. Darüber wie stark sie sind, wie sehr sie unser Leben, unser Handeln bestimmen, und unseren Geist, unser Herz vergiften können. Da ist die Sucht nach Aufmerksamkeit (kann man ja auch durch Make-Up auf sich ziehen), nach Anerkennung, das sind Süchte wie Shopping-Sucht, Nikotin-Sucht, Magersucht, Heroin-Sucht. Wir empfinden eine Sucht umso schlimmer, je mehr sie uns daran hindert, ein normales Leben zu führen: Heroin-Sucht z.B. macht ein normales Leben unmöglich, Nikotin-Sucht kann (noch) relativ gut in den Alltag integriert werden, Schmink-oder Shopping Sucht sind ja eher von der Gesellschaft anerkannt und unterstützt. Gemeinsam ist allen Süchten, dass sie unfrei machen. Gemeinsam ist allen, dass wir irgendwann glauben, dass wir die Fesseln nicht mehr ablegen können, ohne ein wahnsinniges Opfer bringen zu müssen. Gemeinsam ist allen, dass wir Angst vor dem haben, was hinter dem Wald, hinter der nächsten Ecke liegt, vor dem was wir nicht kennen…

Also, 28 Tage ohne Make Up sind vorbei. 3 Tage bleiben. Ich denke nicht dass noch viel passieren wird,. Und doch werde ich mich am 31. Tag nochmal melden um Euch zu sagen, dass ich es geschafft habe, mich von zumindest einer kleinen Sucht zu befreien. Ich habe noch viele andere! Das macht mich irgendwie menschlich, denke ich. Und ich bin und bleibe Philanthrop :-)!

Eure Maenad

28.7.11 13:50


"No Masks - No Make Up" Tag 16-20

Lange nichts mehr gehört, nicht wahr? Ich bin tatsächlich überhaupt nicht dazu gekommen, über mein Experiment zu schreiben und habe Euch sträflich vernachlässigt – das mache ich jetzt wieder gut!

Unglaublich, es sind schon 21 Tag vorbei, und ich habe mich echt daran gewöhnt, mich nicht zu schminken. Ganz uneitel  war ich aber nicht, hab mich nämlich schon auf den Asi-Toaster geschmissen, da mich neulich jemand einfach umgerannt hat, als ich vor einer weißen Wand stand – der hat mich schlicht und ergreifend nicht gesehen ;-)! Am Montag dann fragte mich eine Freundin, ob ich mich denn zu Geschäftsterminen schminken würde. Nein, warum denn? Fragte ich. Sie konnte mir das auch nicht so genau beantworten. Ist ja auch quatsch, gerade zu Geschäftsterminen sollte man sich als Frau am besten wenig oder gar nicht schminken, die Haare geschlossen und möglichst gedeckte Farben tragen- damit man männlicher wirkt. Ihr lacht? Das funktioniert (meistens)! Es sei denn, Ihr steht mehr auf die Koketterie-Schiene mit Augengeklimper und so, aber obwohl ich das privat gern mache, kann ich Euch sagen, dass das im Geschäft auf Dauer nichts bringt- bestenfalls habt ihr irgendwann die Hand Eures Geschäftspartners auf dem Knie, schlimmstenfalls… na, ihr könnt es Euch denken. Und als ich mal in Russland auf einer Messe für Öl und Gas meine damalige Firma vertreten habe, war ich unendlich froh über meinen strengen grauen Anzug mit hochgeschlossener Bluse- damit habe ich es geschafft, dass mich am dritten Tag die potentiellen Kunden auch angesprochen und auch überhaupt angeschaut haben, wenn sie eine Frage hatten. Die Frauen, die sonst auf der Messe rumliefen waren meistens halbnackt und überschminkt, was nicht gerade dazu beitrug, dass man sie ernstnahm- sie wurden für das Prinzip „Sex Sells“ als Schmuck am Stand hingestellt, das war dann aber auch alles, woraus  sie ihren Selbstwert schöpfen konnten. Lange Rede, kurzer Sinn: In Russland habe ich gemerkt, wie unglaublich schwierig es ist, dass man als Frau als gleichwertiger Geschäftspartner angesehen wird, wie hilfreich dabei ein "nacktes" Gesicht ist, und wie weit wir in Deutschland schon sind. So ihr Lieben, die letzten 10 Tage liegen vor mir, und ich werde in ein paar Tagen Neues aus meiner Welt ohne Make Up berichten ;-)!

Eure Maenad

21.7.11 09:34


"No Masks - No Make Up" Tag 12-15

Es ist erstaunlich, wie oft ich schon auf mein „Projekt“  angesprochen wurde.  Manche finden, dass ich gar nicht anders aussehe, manche schon, den meisten ist es überhaupt nicht aufgefallen. Nicht aufgefallen? Wie kann das sein?! Klar, ich habe dunkle Wimpern, das ist schonmal ein Indiz weniger, dass es auffällt. Ich habe festgestellt, dass die meisten Frauen gesagt haben“ Na, ich schmink mich ja eigentlich gar nicht, ich benutze nur Maskara“. Selbst Frauen, die aussagen sich nicht zu schminken, färben sich Wimpern und Augenbrauen. Leute, das ist auch schminken! Und Mädels, es ist egal, was ihr verwendet, ihr verändert euer Äußeres, weil ihr mit dem Aussehen, was ihr natürlicherweise habt, nicht zufrieden seid. Hey, keiner versteht das besser als ich! Und das Frauen mit hellen Wimpern noch mehr darauf achten, diese anzumalen, leuchtet mir auch ein. Aber wer hat uns eigentlich gesagt dass wir mit natürlichen Wimpern nicht so gut aussehen?  Ich frage Euch: Habt ihr euch als Kind Gedanken darüber gemacht, dass Eure Wimpern dunkel  oder mehr geschwungen sein müssen? Und was ist eigentlich mit den Männern, egal ob dunkelhaarig, blond, oder rothaarig- habt ihr schonmal einen sagen hören, seine Wimpern seien ihm zu hell oder nicht wohl geformt genug? Und kritisiert ihr bei Männern zu helle Wimpern? Ich frage mich einfach nur, was wir alles von der Gesellschaft als selbstverständlich hinnehmen, was uns als schön präsentiert wird und woran die Kosmetikindustrie Milliarden an Yuan verdient (aus Rücksicht auf das baldige Ende der USA als Weltmacht und ihre Ablösung durch China verwende ich nun statt „Dollar“  die Währungsbezeichnung  „Yuan). Also, meine Reflexionen dienen allein dem besseren Welt- und Selbstverständnis und sorgen bei Euch hoffentlich für gute und anregende Unterhaltung :-)!

In diesem Sinne ein tolles Wochenende,

Eure Maenad

15.7.11 14:57


Schulden- oder warum nicht mal Außerirdische uns retten können

Frei nach Andreas Eschenbachs Kurzgeschichte „Eine Trillion Dollar“.

Ausgangssituation: Es sieht ziemlich düster aus auf der Erde. Naturkatastrophen, wohin man sieht, eisige Kälte oder glühende Hitze; die Erde wird sehr bald unbewohnbar sein. Die Menschen sind verzweifelt, wissen nicht mehr aus noch ein. Da landet ein Schiff mit Außerirdischen (der Faszinierendste  ist eine schwarze gallertartige Wesenheit die in einer Schüssel lebt). Es gibt den zu erwartenden Medienrummel, als sich herausstellt, dass die Außerirdischen friedlich sind. Sie unterbreiten den (vermeintlich) wichtigsten Vertretern der Gattung Mensch, dass Sie die Erde komplett nachbauen können, genau gleich, nur ohne den ganzen Klimastress und sonstige Schwierigkeiten. Die Menschen sind wahnsinnig begeistert, wollen gleich beginnen. Halt halt, sagen die außerirdischen, erstmal Cash, und das bitte im Voraus, wenn´s denn genehm ist.

Geld? Bezahlen? Die Menschen schauen sich ratlos an. Damit haben sie irgendwie nicht gerechnet. Und wieviel?

Eine Trillion Dollar.

An dieser Stelle fallen die  meisten in Ohnmacht. Aber aber, beschwichtigen die Außerirdischen die  Verbliebenen, ist doch kein Problem. Sie haben nämlich errechnet, dass Bruttosozialprodukt der Menschheit die Summe ohne Schwierigkeiten hergibt. Ein mutiger Vertreter der Menschheit meldet sich zu Wort und sagt zaghaft, dass das nicht geht. Aber warum denn nicht? Wollen die Außerirdischen  wissen. Naja, druckst der Mann herum. Wir haben Schulden.

Schulden? Die Extraterrestrischen sind zutiefst verwirrt. Bei wem denn? Na ja, wir sind alle gegenseitig verschuldet, sagt der Mann weiter. Das ist irgendwie so eine Verkettung…

Es wird plötzlich eiskalt im Konferenzraum. Die Außerirdischen klappen ihre Aktenkoffer (oder was sie anstatt dessen verwenden) zu, klemmen ihren Boss (die Gallert-Schüssel) unter den Arm und begeben sich unverzüglich zu ihrem Raumschiff. Die Menschen laufen hinterher, weinen, drohen und betteln. Kurz bevor die Außerirdischen ihr Gefährt betreten, dreht einer sich nochmal um. Kopfschüttelnd sagt er:  Mit euch kann man wirklich keine Geschäfte machen. Verschuldet! Ich fasse es nicht. Viel Glück, kann man da nur wünschen, denn  mehr bleibt euch nicht. Damit besteigen die Außerirdischen ihr Raumschiff und sind innerhalb von Sekundenbruchteilen verschwunden.

12.7.11 16:32


"No Masks - No Make Up" Tag 9,10 und 11

Irgendwie macht das Nicht-Schminken gerade nicht so viel Spass und das Durchhalten fällt schwer. Gerade wenn man unsicher ist, finde ich, ist so ein bisschen Farbe sehr praktisch: Ob man nun souveräner oder besser aussieht, ist eigentlich Nebensache, Hauptsache, man fühlt sich so. Und wenn man sich verstecken möchte und nicht gefragt werden will, wie es einem geht, weil man so blass ist oder müde aussieht, ist Make Up auch eine tolle Sache. Puh. Aber ich halte durch, denn Sachen nicht zu Ende zu bringen hinterlässt immer das schale Gefühl, zu früh aufgegeben zu haben. Mmh. Stelle mir einfach vor, ich würde in einem gesellschaftlichen Kontext leben, der Make-Up nur zu religiösen und rituellen Zwecken an bestimmten Feiertagen erlaubt…dann würd ich gar nicht auf die Idee kommen, mich im Alltag zu schminken…. Mmh.. .klappt nicht so recht. Aber knapp 11 Tage sind schon vorbei :-)!

Wünscht mir Durchhaltevermögen, Eure Maenad

 

@ Sanni: Lustig, habe deinen Eintrag erst gelesen, nach dem ich den Text hier geschrieben habe! Danke für das Kompliment, was ich nur zurück geben kann! Dass Du dich subjektiv nicht als schön empfindest, wenn du nicht geschminkt bist, hat nichts mit Deiner  Schönheit zu tun, die einfach mal vorhanden ist und die deine Umwelt sehr gut sehen kann :-)! Aber wie gesagt, ich kenne das Gefühl!

Ganz liebe Grüße!!

11.7.11 15:34


"No Masks - No Make Up" Tag 7+8

Hallo Ihr Lieben,

vielen Dank für Euer Feedback! Zur Erklärung: Oh doch, ich habe mich oft sehr stark geschminkt, vor allem als ich noch der Gothic-Szene angehörte. Übrig behalten habe ich aus der Zeit aber meine Lust an der Maskerade, an dem Spiel aus Illusion und Täuschung. Nur sollte es eben ein Spiel bleiben, eine bewusste Entscheidung, keine Notwendigkeit und kein Versteck. Deshalb interessierte es mich zu sehen, wie wichtig das Schminken tatsächlich für mich ist, und das kann ich nur, dachte ich mir, wenn ich für einen längeren Zeitraum komplett darauf verzichte. Dabei beschäftigt mich auch die Geschichte des Schminkens in der Menschheitsgeschichte und in Bezug auf die Geschlechterfrage. Heute schminken sich in unsere Gesellschaft die Frauen, noch vor ein paar Jahrhunderten, waren es noch die Männer.. Ihr erinnert euch an die Filme mit den herausgeputzten Gecken in Samt, mit weißen Perücken? Diese Männer trugen Rouge und Lippenstift und waren ausgesprochen feminin... so, nun hab ich aber genug geredet für heut ;-)! Nur noch so viel: Mir ging es in den letzten Tagen gut ohne Make-Up und habe von Freunden viel positives Feedback bekommen. Danke Euch dafür! In diesem Sinne habt ein tolles Wochenende,

Eure Maenad

8.7.11 09:15


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