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Psychologiestudentin, Philosophin, Schreiberin, Film- und Serienverrückte, Nachtschattengewächs, Frühaufsteher,  lebensbegierig, neugierig...

Alter: 34
 



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In einer Bar. Überall. Zu jeder Zeit. - EIN DIALOG

JACK

Hey.

PHIL

Hey.

JACK

Bist Du öfter hier?

PHIL

Willst Du mich anmachen oder was?

JACK

Nee, mein Freund, ein alter Säufer macht einen anderen alten Säufer nicht an. Nein Mann, aber Du trinkst so wie wenn man trinkt wenn man zu Hause ist. Wenn man da sitzt mit Pantoffeln und das Testbild vom Fernseher läuft und die Erdnussschalen kämpfen mit den Kippen um den Platz im Aschenbecher. Und du wachst auf von der Flasche die auf dem alten Teppich hin zu den anderen rollt.

PHIL

Mmh.

JACK

Bist wohl nicht so gesprächig was?

PHIL

Wieso denn auch? Ich saufe, das reicht doch.

JACK

Ja aber WARUM säufst Du?

PHIL

Geht’s Dir noch gut? Du fragst doch n Hund auch nicht warum er bellt!

JACK

Na aber der Hund muss ja. Also bellen. Du kannst dich anders entscheiden. Also, der Mensch kann das, meine ich.

PHIL

Bist wohl n Prediger, was? Nun gut, dann hör mal zu, Prediger

JACK

Ich bin kein Prediger.

PHIl

 Ja ja. Ich KANN also und ich MUSS saufen. Klasse oder?

JACK

Ja also, aber, warum säufst denn nun?

PHIL

Herrgott, der gibt keine Ruhe. Gib mir erstmal Feuer. Danke. Du willst also wissen warum ich saufe. Ich sag Dir warum. Als ich n Bub war, da wusste ich, wenn ich aufwache, dann sind da Mutter und Vater und die Schwestern, und es wurde Frühstück gemacht. Gut es gab die Schule, aber danach gabs die Hunde, und die Jagd, das Klettern, die Wettrennen und das Schwimmen. Jeden Tag wusste man: Dafür is man da. Und als ich n junger Bursche war, da war da meine Arbeit aufm Schiff. Rund um die Welt gings, und da waren Muskeln die die Segel lenkten, die das Deck schrubbten, die im Sturm den Kameraden den Kopf hielten, wenn Sie kotzen mussten. Da war Morgen nach dem Unwetter und das Wissen überlebt zu haben. Da waren erst viele Mädchen, und dann war da mein Mädchen dass auf mich wartete und schwanger war und wunderschön. Und jeden Tag wusste ich: Dafür is man da.

Dann verlor ich das Bein. Siehst Du? Da is nur Holz. Und ich hatte keine Arbeit mehr. Das war noch kein Problem. Hätte was andere finden können, auch ein Handwerker mit ohne Bein aber zwei Händen kann gute richtige Arbeit machen. Aber ich wurde verbittert. Beschimpfte mein Mädchen. Und sie ging. Darüber wurde ich noch bitterer. Ich saß vor meiner Hütte, meine Zähne verfaulten mir im Maul und ich fluchte und soff und wachte in meiner eigenen Kotze auf. Und das war wo ich dachte da hat der Teufel meine Seele geholt. Aber heute weiß ich, dass ich sie ihm schon lange vorher gegeben habe, aufm Silbertablett wo was ganz blank poliert war. Und weißt du auch wann genau der Moment war?

JACK

Nee.

PHIL

Ich sags Dir: In dem Moment wo ich vergessen habe wofür ich da bin. In dem Moment wo meine Hände das aufgehört zu tun habe, wofür sie gut sind. Der Moment wo ich meine Gabe mit Füßen getreten und auf meinem Arsch gesessen und mir selbst Leid getan hab. In dem Moment, wo ich aufhörte, meine Arbeit zu tun, das was mir am meisten liegt, womit ich meine Familie ernähren hätte können und was mich immer rund um glücklich gemacht hab. Denn das brauchst du- was wo du weißt: Dafür bin ich da. Baum klettern, Kinder bekommen, aber vor allem: Deine Dir eigene Aufgabe erfüllen, dass wo du besonders gut kannst. Alles andere ist ne Sünde, alter Freund. Die schlimmste Sünde wo gibt.

JACK

Also darum säufst Du.

PHIL

Darum sauf ich.

JACK

Ja aber da tust du dir doch auch selber Leid. Warum hörst du nicht auf?

PHIL

Weil ich jetzt ganz beim Teufel bin. Kann nicht mehr anders. Wenn man erstmal ne Weile irgendwo ist, wenn das dann wird was man kennt, da bleibt man. So sind die Menschen halt.

JACK

Ganz schön feige! Hey Du sagst ja gar nichts. Hey! Hey Wirt, ruf nen Medizinmann, der hier rührt sich nicht mehr.

WIRT

Mmh. Jetzt hat ers geschafft.

PHIL

Was denn guter Mann?

WIRT

Jetzt isser ganz drüben. Hat sich hinüber gesoffen.  Na ja. Willst Du noch was?

PHIL

Nee. Nee, Mann. Ich  glaube für sehr lange Zeit nicht mehr.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

12.11.12 22:42


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"Eure Kinder sind nicht eure Kinder..."

"Du sollst nicht die gleichen Fehler machen wie ich!"

"Lern was Anständiges!"

"Und womit verdienst Du dann dein Geld?!"

Kommt Euch das bekannt vor? Das haben unsere Eltern gesagt, als wir Rockstar werden wollten, unsere Haare zu Dreadlocks verknoteteten und uns fürs Philosophiestudium einschrieben... Halt: Meine Eltern haben das nie gesagt, sondern stillschweigend meine Odysse erduldet, bis ich zu der Einsicht kam, dass ich mein nicht zu einer "vernünftigen" Berufsausübung verwendet kann.. und gleichzeitig haben sie das, was ich mache, bewundert und respektiert.

War mein Studium nun umsonst? War es Verschwendung von Geld, Zeit und Ressourcen? War ich nur ein Traumtänzer auf den hohen Wipfeln der intellektuellen Verzückung, der jegliche Bodehaftung verloren hatte? Na?

Nein, tatsächlich nicht. Es hat mich beruflich (im Sinne von nach vorne strebender Karriere, die im Angesicht von immer mehr Burn-Out-Fällen vielleicht auch nicht immer DAS Lebensziel sein muss..) nicht weiter gebracht, aber das hatte mit viel mehr, viel weniger, und ganz anderem zu tun als meiner Studienwahl. Meine Eltern haben mich meine Fehler machen lassen, aber auch meine positiven Erfahrungen, und ohne das alles wäre ich heute nicht die, die ich bin. Schade wär das.

So danke ich einer guten Freundin, die mich gestern davor warnte, aus Angst davor, dass meine Kinder (die in den Wirbeln der Zukunft hoffentlich auf mich warten) eine brotlose Kunst zu erlernen, sie daran hindern würde, ihr eigenes Leben zu leben, auch wenn ich es nicht verstehe oder gut heisse, denn:

"Eure Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter der Sehnsucht des Lebens nach sich selber.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch,
Und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken,
Denn sie haben ihre eigenen Gedanken..."

In diesem Sinne,

Maenad

7.11.12 15:59


Von Menschen und Helden

Helden.
Wir brauchen Helden, überall, zu jeder Zeit.

Es waren Krieger.
Es sind Soldaten.
Es waren Heilige,

Es sind Superhelden.

Sie sind stark.
Sie sind mutig.
Sie sind schön.

Sie sind moralisch integer.

Wenn ein Held stirbt,
stirbt für uns ein Gott.
Wir sind untröstlich.
Wir wehklagen.
Wir schreien unseren Zorn dem Himmel entgegen.
Wir trauern.

Dann, nach einiger Zeit, heilen unseren Wunden.
Und der Held hat für immer einen Platz auf unserem Olymp.

Der Tod ist für einen Helden nicht schlimm.
Der heldenhafte, mutige, der Märtyrer Tod.
Im Gegenteil: Auf seinen heldenhaften Tod zielt sein ganzes Sein.

Doch was ist wenn Helden
Keinen Heldentod sterben.

Was wenn sie alt,
was wenn sie hässlich werden.
Widerwärtig.
Erbärmlich.
Ekelhaft.

Wenn sie uns mit ihrer Schwäche beschämen.
Was ist, wenn sie moralisch versagen.
Wenn sie
Morden.
Betrügen.
Missbrauchen.
Lügen?

Dann fallen sie tief.
So tief wie sie vorher hochflogen.

Dann können sie keine Gnade von uns erwarten.

Denn sie waren unsere Götter.
Unser Über-Ich.
Die IDEEale Ausgabe von uns selbst.

Sie waren die Bilder.
Wir sind nur die Schatten.

Sie fielen.
Sie verloren ihre Macht.

Und wir haben alles Recht sie zu verfolgen.
Sie zu plagen.

Und sie dann zu töten.

Denn das ist es, was man mit
Gefallenen Helden macht.

Warum?

Um die Bilder, die Idee, an den Tropf anzuschließen
Und am Leben zu erhalten. Koste es was es wolle.

Um unsere Schuld an ihrem Schicksal verdrängen zu können.

Helden.
Was ist schlimmer als ein toter Held?

Ein Held, der ist wie wir:

Menschlich.

31.1.12 14:06


31.1.12 14:05


Wer hat Angst vor... dem Zusammenbruch der Weltwitschaft?

 

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,800344,00.html

Es ist mal gut. Wieviel Hiobsbotschaften müssen wir uns noch anhören? Ich kann schon fast nicht mehr atmen vor lauter Angst. Ich habe Angst Verträge abzuschliessen, die einen Zeitraum von mehr als einem Jahr umfassen, ich habe Angst davor, mir einen anderen Beruf zu wünschen, eine Familie gründen zu wollen. Seitdem ich Jugendliche bin, habe ich nur noch Angst, und seitdem die 2. Finanzkrise vor der Tür steht, möchte ich am liebsten auf den Mars ziehen, auch wenn ich da sofort sterben würde. Diese Angstmacherei, auf die wir Deutschen besonders toll reagieren, macht nichts besser. Sie lähmt nur, erstickt Ideen und Innovationen, die uns aus dem Schlamassel heraus bringen könnten, im Keim. Entweder wir setzen radikal die Schulden weltweit auf null und starten einen Neuanfang - einen wo weder Länder, Privatpersonen, Banken oder Firmen glauben, Schulden machen wäre schon ganz ok, irgendeiner trägt die schon- oder nicht. Oder nicht heißt, der Zusammenbruch kommt früher oder später von ganz alleine und gibt uns einen Tritt in die Eingeweide. Wahrscheindlich kommt er früher. Liebe Poltiker, Unternehmen, Banker Talkshow-Moderatoren, hört endlich auf, wohldosierten hochelquenten Schwachsinn von Euch zu geben. Entweder ihr habt das Rückrat (vorausgesetzt die Motivation) um etwas zu ändern (Innovationen, Kreative, Ideen zu fördern z.B.), oder ihr haltet einfach mal den Mund. Und liebe Verbraucher: Fasst euch immer auch mal an die eigene Nase und überlegt Euch, ob ihr wirklich Häuser und Autos auf Pump kaufen müsst. Eines muss uns klar sein: Die Welt, wie sie jetzt ist, stirbt. Aber jeder von uns hat die Möglichkeit, die Welt von morgen mitzugestalten sie anders zu machen. Worauf warten wir?

 

28.11.11 13:56


Plädoyer für mehr Verbindlichkeit

Ich weiß, Verbindlichkeit ist so altmodisch, so 50er. Leute, die antworten, wenn man sie etwas fragt, die sich bedanken, die Verabredungen einhalten, sind unglaublich spießig. Cool ist es, Kunden zu ignorieren wenn sie in den Laden kommen, denn Leute, die sofort bedient werden wollen, sind echt solche Kapitalisten, so wie die hetzen, ganz ehrlich. Cool ist es, ein Angebot einzufordern, was denjenigen, der es erstellt, Mühe und Zeit kostet, und sich nicht dafür zu bedanken, ja nicht einmal darauf zu antworten – weil echt, warum denn, man hat doch viel Besseres zu tun! Cool ist es in Briefen, E-Mails etc.  keine Anreden und Schlussformeln mehr zu benutzen, weil, echt, das ist ja viel zu steif. Cool ist es, Groß- und Kleinschreibungsregeln, ja gar Rechtschreibung, in Geschäftsschreiben zu ignorieren, weil, echt, dafür hat man jawohl gar keine Zeit.

Ich sag Euch was: Mir reicht´s.  Ich finde Verbindlichkeit gut, genauso wie Höflichkeit und Freundlichkeit.  Es macht den Tag schöner. Und es macht sogar Spass. Verbindlich zu sein zeugt von Respekt vor Anderen -und alles andere ist einfach schlechtes Benehmen.
22.11.11 13:46


Bewerbung als "Weltretter"

Sehr geehrter HERR,

hiermit bewerbe ich mich auf die von Ihnen ausgeschriebene Stelle als „Weltretter“. Ich bin überzeugt davon, dass ich jede IHRER Anforderungen erfüllen kann: Ich bin größenwahnsinnig, engagiert bis zur Selbstaufgabe, idealistisch bis zum Abwinken, brauche keinen Urlaub, keine Freizeit, kein Wochenende und keine Feiertage. Mein Auftreten ist stets tadellos, ich bin unerbittlich, schlagkräftig und arrogant, und ich trage nur den feinsten, hautengen Satin-Zwirn, am liebsten in schwarz-gelb, rot mit Spinnweben,  oder rot-blau.  Meine Referenzen sprechen ebenfalls für mich: Vor der Welt habe ich schon das Universum und das davor gerettet .

Nun hoffe ich, dass ich SIE von mir überzeugen konnte  und würde mich über die Einladung zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch bei IHNEN im HAUSE  sehr freuen.

 

Hochachtungsvoll,

Ihre Wera Weltenretta

ANLAGEN:

http://www.youtube.com/watch?v=4BAKb2p450Q


27.9.11 14:53


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